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Modernes Wohnen unter Denkmalschutz

Sanierung eines denkmalgeschützten Bauernhofs 2011

...nach der Sanierung:

...vor der Sanierung:

Seit seiner Errichtung um 1800 bestimmte ein landschaftsprägender Einfirsthof das Erscheinungsbild des Weilers Kraggenau in der Gemeinde Bad Kohlgrub mit. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude befand sich nach jahrelangem Leerstand in einem beklagenswerten Gesamtzustand, als es 2006 von seinen neuen Besitzern, Liebhabern alter bäuerlicher Bausubstanz, übernommen wurde. Eigenen Anforderungen der Familie entsprechend, wurde das Gebäude im Zuge der Generalsanierung zusätzlich barrierefrei gestaltet und mit einem Lift versehen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt übernahmen wir die Planung und Durchführung des ehrgeizigen Projektes, wobei das Gelingen der Revitalisierung entscheidend von der enormen Fachkompetenz der ausführenden Handwerksbetriebe mitgetragen wurde. Unter anderem wurden die bestehenden Kastenfenster des Wohntraktes aufgearbeitet, wieder funktionsfähig gemacht und stilecht mit Leinölfarbe behandelt.

Doch nicht alle Teile des Gebäudes konnten erhalten werden. Wo nötig, wurde mit modernen Materialien und Konstruktionen ergänzt. Stahl und Glas wurden in harmonischer Ergänzung der alten Substanz eingesetzt. Ein Kontrast, der der Wirkung des Gebäudes eine zusätzliche Spannung verleiht. Nach Abschluss der Arbeiten sorgen nun vertikale Lichtbänder für eine Belichtung der großzügigen Wohnhalle, die im Bereich der ehemaligen Tenne entstand. Als besonders erwähnenswert ist die Erhaltung des ursprünglichen Bodens, der nur geringfügig bearbeitet wurde und nun das Ambiente des Raumes entscheidend prägt.

Dr. Nikolaus Könner schreibt in einer Publikation des Bayrischen Landesamtes für Denkmalpflege: „Die Gesamtinstandsetzung des spätbarocken Einfirsthofes in Kraggenau gehört zu jenen denkmalpflegerischen beispielhaften Umsetzungsfällen, die in idealer Weise auf den historischen Bestand und das traditionelle Erscheinungsbild des Baudenkmals zugeschnitten sind. Insbesondere der Umgang mit dem Wirtschaftsteil des Hauses, bei dem ein „offenes" Wohnen ohne jede Unterteilung realisiert wurde, ist dabei vorbildlich".

Der Experte des Denkmalamtes lobt weiter die gewählte Lösung, den ehemaligen Stall zum Wohnbereich umzugestalten und dabei die Substanz nicht nur zu erhalten, sondern auch in besonders gelungener Form zur Geltung zu bringen. In Übereinstimmung mit den Wünschen der Bauherren konnten wir den Schnitt des Wohntraktes unverändert belassen und die Räume einer der ursprünglichen Verwendung möglichst nahe kommenden Widmung zuführen. Obwohl der Hof seine ursprüngliche Funktion als landwirtschaftlich genutztes Gebäude verlor, dient das nunmehr „reine Wohnhaus" als Best-practice-Modell für eine gelungene Erhaltung historischer Substanz bei gleichzeitiger Überleitung zu einer zukunftsorientierten Nutzung.

Schongau, Marienplatz 10 und 12

Bauherr: ICB Immobilien Handelsgesellschaft erste GmbH & Co. KG

Umbau, Sanierung und Erweiterung der bestehenden Stadthäuser:
Einbau von 15 neuen Wohnungen in den Obergeschossen, im Erdgeschoss eine kleine Gastronomie sowie 2 Läden
Die Gebäude weisen große bauliche Mängel auf und müssen in Ihrer Gesamtheit grundlegend saniert werden. Die Maßnahmen sind erforderlich, um die wertvolle historische Substanz zu erhalten, dem Ensembleschutz gerecht zu werden, die Innenstadt Schongaus zu beleben sowie das gesamte Projekt nachhaltig wirtschaftlich nutzen zu können.

Über den rückwärtigen Hof direkt damit verbunden ist folgendes Prokjekt:

Schongau, Ballenhausstr. 4

ICB Immobilien Handelsgesellschaft erste GmbH & Co. KG

Abbruch des bestehenden Gebäudes und Neubau eines Wohnhauses:
Neubau von 6 Wohnungen in den Obergeschossen, sowie Garagen im Erdgeschoss

Architekturbüro Fussenegger
Hauptstr. 40 • 82433 Bad Kohlgrub

Telefon 08845 / 75 77 151
Fax 08845 / 75 77 152
E-Mail: info@architekt-fussenegger.de